Viel Wasser und viel Zeit
Getrocknete Käferbohnen lassen sich kühl, dunkel und trocken über Monate lagern – so hast du sie das ganze Jahr über zur Hand, auch außerhalb der Erntesaison. Steirische Käferbohnen g.U. findest du in unserem Steirerkraft Onlineshop.
Bevor es an die Zubereitung geht, zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie getrocknete Käferbohnen richtig gelingen.
Wie bereite ich getrocknete Käferbohnen richtig zu?
Keine Sorge, auch ohne Kocherfahrung gelingen Käferbohnen – auch Feuerbohnen genannt – zuverlässig. Was du brauchst, ist vor allem Zeit. Damit die getrockneten Bohnen weich werden, müssen sie vorher einweichen.
Wichtig vorweg: Rohe Käferbohnen enthalten Phasin, ein Lektin, das Magen-Darm-Beschwerden auslösen kann. Es wird durch ausreichendes Kochen zerstört. Halte dich deshalb an die Schritte 3 und 4 – dann sind die Bohnen unbedenklich.
Die Steirerkraft 5-Schritte-Anleitung
1. Getrocknete Käferbohnen waschen
Die getrockneten Bohnen zuerst gut abwaschen und dabei beschädigte oder verfärbte Bohnen aussortieren.
2. Bohnen mehrere Stunden einweichen
Die Bohnen in einen Topf mit kaltem Wasser geben und einige Stunden, am besten über Nacht, einweichen lassen. Verwende ungefähr die dreifache Menge Wasser im Verhältnis zu den Bohnen – sie werden dabei fast doppelt so groß.
Plane für diesen Schritt genügend Zeit ein, damit die Bohnen beim Kochen auch wirklich weich werden.
3. Einweichwasser abgießen und frisch aufsetzen
Das Einweichwasser wegschütten und die Bohnen mit frischem Wasser aufsetzen. Im Einweichwasser sammeln sich Stoffe, die Blähungen verursachen – und Phasin, das in den frischen Sud nicht hineingehört.
Der Profi-Tipp: Würze das Kochwasser mit einer Prise Zucker, ein bis zwei Lorbeerblättern oder Bohnenkraut. Das macht die Bohnen bekömmlicher.
4. Aufkochen und weich garen
Die Bohnen aufkochen und mindestens 10 Minuten sprudelnd kochen lassen – das ist der Schritt, der das Phasin zerstört. Danach die Hitze reduzieren und die Bohnen weich garen.
Die gesamte Kochzeit beträgt etwa 60 bis 90 Minuten, je nach Alter und Größe der Bohnen.
5. Erst zum Schluss salzen
Salze die Käferbohnen erst am Ende. Salz verhindert, dass die Schale beim Kochen weich wird. Das gilt übrigens auch für andere Hülsenfrüchte wie Kichererbsen oder Linsen.
Tipps aus der Trickkiste
- Für kalte Gerichte die Bohnen im Kochwasser auskühlen lassen. Das verhindert, dass die Haut aufspringt.
- Noch warm lassen sich die gekochten Bohnen besonders leicht zu feinem Püree verarbeiten.
- Bohnenpüree macht Süßspeisen saftig und locker. Ein Teil des Mehls lässt sich damit ersetzen – zum Beispiel in unserer Käferbohnen-Topfentorte.
- Gekochte Bohnen lassen sich gut einfrieren. Zum Verarbeiten auftauen lassen und dann weiterverwenden – als Püree, Salat, Suppeneinlage und mehr.
- Keine Zeit zum Einweichen? Unsere genussfertigen Käferbohnen sind bereits gekocht: abtropfen, abspülen, fertig.
Wie viel ergeben getrocknete Käferbohnen?
100 g getrocknete Käferbohnen ergeben gekocht rund 220 bis 250 g – also etwa das Zweieinhalbfache. Für vier Portionen Käferbohnensalat rechnest du mit etwa 250 g getrockneter Ware.